Vor einigen Tagen, ich war gerade mit der Weihnachtsdekoration für die Werkstatt beschäftigt, eine „Arbeit“, die mir besonders viel Freude macht, frug mich voll Erstaunen eine Bekannte: „Bist Du ein FAN von Weihnachten? Also ich kann damit nichts anfangen.“
Diese Frage lies mich nicht mehr los und veranlasste mich wieder einmal darüber nachzudenken, was mit uns im Laufe der letzten Jahrzehnte geschehen ist. Umfragen zeigen ja ganz deutlich, dass der größte Teil unseres Volkes gar nicht mehr weiß, was wir da eigentlich feiern. Ein paar zusätzliche Urlaubstage kann man bei dem beruflichen Stress immer gut gebrauchen. Außerdem lieben die Deutschen ihre zahlreichen „EVENTS“. Für einen Besuch auf einem Weihnachts- oder Christkindlmarkt lohnt sich eine Busfahrt von Hamburg bis ins Allgäu – Ein Tagesfahrt all inklusiv – 10 Stunden Fahrt, drei Stunden Hetze von Stand zu Stand, Glühwein, Apfelpunsch und Maronen, Lebkuchen und Bratwürste und natürlich „Oh, du Fröhliche...“Advent-Rallye , Weihnachtsfeiern, Einkaufswahn und natürlich „Oh, du Fröhliche...“
Aber was feiern wir eigentlich? Den Geburtstag eines vor mehr als 2000 Jahren geborenen Humanitäts-Revolutionärs, der schon damals polarisierte und sogar durch höchstrichterlichen Beschluss umgebracht wurde! Eigentlich keine besonders „fröhliche“ Geschichte!Dieser Jesus hat jedoch eine neue Zeit eingeleitet. Er hat als Gottes Sohn die damalige Welt auf den Kopf gestellt und seine Lehre ist noch heute – auch für Menschen ohne „christlichen Hintergrund“ - die Grundlage humanitären Gedankengutes in unserem immer noch christlich geprägten Abendland.
Aber wen interessiert heute noch der christliche Hintergrund dieser Geschichte. „Stille Nacht...“ - wer hält denn das noch aus? Laut, bunt und grell, das ist das was der moderne medienorientierte Mensch heuteerwartet.Und trotz alledem immer mehr Menschen spüren, dass ihnen bei allem Überfluss und aller Betäubung etwas fehlt. Leistungsdruck, Angst, Burnout, Einsamkeit und innere Leere sind heute an der Tagesordnung.
Vielleicht ist es wirklich Zeit für eine Zeitenwende!! Schon viele hoffen darauf und welche Zeit wäre dafür geeigneter als die Weihnachtszeit. All unseren Freunden wünsche ich von ganzem Herzen ein frohes, friedvolles Weihnachtsfest und eine Zeitenwende, hin zu einer menschlichen und humanen Gesellschaft, damit 2013 für Alle ein gutes Jahr wird voll Glück und Zufriedenheit.
Herzlichst EureMonika Bestle
Vor einigen Tagen bekamen wir Besuch von der 10-jährigen Carlotta. Nach dem Motto „Jugend forscht“ ging sie auf die Suche in meinem Familienfundus und brachte Interessantes an den Tag und in unser Bewusstsein. Zum Erbe meiner Großeltern gehören einige „hochwertige“ Geldscheine. Ein großer Schatz aus den Jahren 1922-1923 – „Fünfzig Milliarden, Zwei Millionen und Fünfzigtausend Reichsmark“!!! In Anbetracht der großen finanziellen Belastungen, die auf Grund des EURO-Rettungsschirmes für Griechenland auf den Schultern unserer Regierung lastet, überlegten wir, ob wir unseren „Schatz“ nicht Berlin zur Verfügung stellen sollen.
Vielleicht ist es jedoch besser, diese „Milliarden“ für UNSER Land aufzubewahren, für den Fall, dass wir auch einen Rettungsschirm für Deutschland benötigen!!!
Um meinen Künstlergästezimmer neuen Schwung zu verleihen beschloß ich zwei Einzelbetten zu kaufen und zwar in den Größen 100 X 200, da ich im Besitz eben solcher Matratzen und Bettroste war. Bald musste ich feststellen, dass dies ein ziemlich schwieriges Unterfangen war. 100 / 200 ist inzwischen eine „exotische“ Größe. Also machte ich mich via Internet auf die Suche und wurde fündig.
NECKERMANN MACHTS MÖGLICH!
Konservativ oder vielleicht darf ich auch sagen, vorsichtig wie ich bin, griff ich zum Telefon um meine Bestellung auf diesem Wege aufzugeben. Eine freundliche, junge Männerstimme nahm (wir betrachteten gemeinsam die Bildschirmangaben) meine Bestellung auf: Bett „Ralf“ zwei Mal!! Mein Versuch, die Betten ohne Matratze zu ordern misslang. „Ralf“ wurde in zwei Farben angeboten, beide für meinen Geschmack, hässlich. Was soll’s, ein „Notbett“ braucht jedes Haus. Also bestellte ich zweimal Ralf in hell!!
Tage später brachte eine Spedition zweimal Ralf OHNE Matratze!!!
Ich behielt die beiden –Vermerk auf dem Lieferschein – und rief bei Neckermann an. Eine andere freundliche Männerstimme ging wieder mit mir ins Internet. Meinen Vorschlag, auf die Nachlieferung bei entsprechendem Preisnachlass zu verzichten, wollte er an die Möbelabteilung, die sich bei mir melden sollte, weiterleiten. Er machte mir jedoch wenig Hoffnung, dass ich auf die Nachlieferung verzichten könnte. Nun ja, dann ist es eben so!!
Nun wurden die Bettrahmen schon mal aufgestellt. Zwei meiner Helfer, nebenbei bemerkt einer „Holzfachmann“ hatten Probleme mit dem Aufbau.
Anruf bei Neckermann! Ein freundlicher Mitarbeiter – Nummer Drei – bedauerte die Unannehmlichkeiten und gewährte uns großzügig einen Preisnachlass pro Bett.
Die Gutschriften kamen – die Matratzen nicht!
Erneuter Anruf bei Neckermann. Dieses Mal eine weibliche Stimme. Nach Schilderung des Sachverhaltes – zunehmend genervt. Nach ihrem Blick ins Internet und nach ca. 15 Minuten in der Warteschleife (Gebührenpflichtig!) die ernüchternde Auskunft: „Ralf“ hat gar keine Matratzen!! Wie?? Und das bei dem Preis?? Und bei dieser „Qualität“?? Und auch die anderen Kollegen waren der Meinung …
Was wollen sie noch mehr, sie haben ja bereits zwei Gutschriften!!!
Mein Einwand, die seien für mangelhafte Aufbauhilfen und nicht für fehlende Matratzen….
Die genervte Erklärung: Bei Neckermann gibt es pro Artikel nur eine Gutschrift bis maximal 30 € und es stünde mir frei, mich über den Kollegen, wegen einer Falschauskunft zu beschweren!! Nachdem ich ihr erklärte, dass ich mich sicher nicht über einen freundlichen und zuvorkommenden Mitarbeiter, de facto drei Mitarbeiter, beschweren werde, da wir ALLE in eine „Verbraucherfalle“ getappt waren. Etwas irritiert und sichtlich betroffen erhielt ich nach meiner Frage zur Geschäftsleitung, eine Adresse in Frankfurt!!
Ja, und an diese Adresse schrieb ich folgenden Brief: bitte klicken Sie hier
(Gleichzeitig recherchierte ich, vorsichtshalber, nochmals im Internet nach einem anderen Bett und wurde wiederum fündig!)
Nach zirka drei Wochen erhielt ich einen Anruf aus Frankfurt. Mit großem Bedauern teilte man mir mit, dass ein weiterer Preisnachlass nicht möglich sei. Darauf stellte ich Neckermann „Ralf“ wieder zur Abholung bereit! Kein Problem, die Betten werden selbstverständlich zurückgenommen. Die Spedition aus Ulm werde sie in den nächsten Tagen abholen.
Postwendend rief ich bei der neuen Versandfirma an und bestellte zwei Betten in Vollholz (ohne Matratzen) in schönem Design und um etwa 1/3 billiger wie Ralf, direkt bei der Chefin. Ein Traum!!
Einige Tag später: Ein Anruf von der Chefin persönlich. Peinlich berührt teilte sie mir mit, dass ihr Lieferant die ihr bereitgestellten Betten, ab sofort, nur noch mit Matratzen liefern könnte und somit der Preis um 1/3 höher ausfallen würde. Nun denn, ich hatte bereits überwiesen, die nächsten Künstler waren angesagt und ein Notbett kann man immer brauchen…., also bestellte ich die beiden Betten, nunmehr mit Matratze. Einige Stunden später ein Anruf, die Chefin persönlich: Wenn ich noch ein paar Stunden Geduld hätte, bekomme ich die Betten eventuell nun doch ohne Matratze. Nah also, das ist doch mal was! Eine Firma, die sich für ihre Kunden einsetzt!
Von Neckermann hatte ich inzwischen eine Stornogutschrift erhalten, allerdings nur für ein Bett „Ralf“. Erneuter Anruf bei Neckermann. Während ich telefoniert kommt, meine mir bekannte Spedition aus Ulm. Bernd meine rechte Hand legt mir einen Lieferschein vor die Nase und ich verschlucke mich fast: Zwei Betten in Vollholz – Lieferfirma; Neckermann!!!
Für die Rücknahme der Betten „Ralf“ hatten die Fahrer keinen Rücknahmeschein dabei, deshalb durften Sie noch ein drittes Mal von Ulm zu uns kommen.
Nachspiel: zirka zwei Wochen später die Betten waren aufgestellt und alles war gut, erhielt ich ein Schreiben von Neckermann mit der Bitte eine Verlustanzeige auszufüllen für eine Warenrückgabe, die ich angeblich per Post vorgenommen hätte und die bei Neckermann nicht angekommen wäre.
Ein Märchen aus unserem Wirtschaftswunderland – eine Wirtschaft über die man sich nur wundern kann!

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