...und das berichtet
die Musikwoche am 21.12.09
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GEMA und Veranstalter einigen
sich im Tarifstreit
Der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft
und der Verband der Deutschen Konzertdirektionen (VDKD) haben sich mit
der Verwertungsgesellschaft GEMA auf ein neues Tarifmodell geeinigt. Die
Einigung sieht nach Angaben der Veranstalter im Vergleich zum Einigungsvorschlag
der Schiedsstelle beim Deutschen Patent- und Markenamt weitere Verbesserungen
für die Vertreter des Konzertgewerbes vor.
Damit könne der "zwischenzeitlich eskalierte" Streit der
beiden Parteien "endlich" beigelegt werden, heißt es in
einer gemeinsamen Erklärung der Veranstalterverbände.
Ausgangspunkt für die Einigung seien neue Verhandlungen gewesen,
heißt es aus Hamburg: "Nachdem die Schiedsstelle des Deutschen
Patent- und Markenamtes beiden Parteien einen Einigungsvorschlag unterbreitet
hatte, mit dessen Akzeptanz beide Seiten hinter ihren Erwartungen zurück
geblieben wären, führten die Verbände mit der GEMA erneut
Verhandlungen, um einen langwierigen Rechtsstreit und die hieraus resultierenden
Planungsunsicherheiten von der Veranstaltungsbranche abzuwenden."
Das Ergebnis sehe "erhebliche Verbesserungen für die Veranstalterseite
vor": So sollen unter anderem Kleinveranstaltungen mit bis zu 2000
Besuchern künftig "weniger stark belastet" werden. Ab dem
Jahr 2010 sei hier ein Tarif von drei Prozent vorgesehen, der in Schritten
von jeweils einem halben Prozentpunkt bis zum Jahr 2014 auf fünf
Prozent steigen soll. "Die Mengenrabatte fallen deutlich großzügiger
aus, als sie die Schiedsstelle vorgeschlagen hatte", heißt
es aus Hamburg. "So wird die Rabattstaffel bei mehr als 40 Konzerten
auf 12,5 Prozent, bei mehr als 80 Konzerten auf 15 Prozent und bei mehr
als 200 Konzerten auf 17,5 Prozent angehoben."
Einnahmen für Sponsoring und ähnliches würden vorerst nicht
in die Bemessungsgrundlage für die GEMA-Vergütung einbezogen,
ergänzen die Veranstalterverbände. Allerdings hätten sich
beide Seiten verpflichtet, "zeitnah weitere Verhandlungen zu führen,
um zu klären, ob und gegebenenfalls unter welchen Voraussetzungen
Sponsoring-Einnahmen zukünftig mit berücksichtigt werden sollen.
Jens Michow, Präsident des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft,
freut sich, "dass ein langwieriges Gerichtsverfahren vermieden"
werden konnte: "Die GEMA und die Veranstalterverbände haben
es geschafft, ihre Differenzen im Verhandlungswege beizulegen und dabei
gemeinsam eine Lösung entwickelt, welche den gegenseitigen Interessen
angemessen Rechnung trägt." VDKD-Präsident Michael Russ
sieht "durch die weiteren Zugeständnisse" der Verwertungsgesellschaft
"insbesondere für die kleineren Veranstaltungen mit einer Kapazität
bis zu 2000 Besuchern sichergestellt, dass die Erhöhung erträglich
bleibt und eine Explosion der Eintrittspreise vermieden werden kann".
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...die
Frankfurter Rundschau
am 22.12.2009 |
NACHRICHTEN
Veranstalter und GEMA legen
Streit bei Konzertveranstalter und die Ver-
wertungsgesellschaft Gema haben sich nach heftigem Streit auf
ein neues Tarifmodell geeinigt.
Das Ergebnis sehe ,,erhebliche Verbesserungen für die Veranstalterseite
vor. Insbesondere werden Kleinveranstaltungen mit bis zu 2000 Besuchern
zukünftig weniger stark belastet", teilten der Bundesverband
der Veranstaltungswirtschaft und der Verband der Deutschen Konzert-
direktionen IVDKD) am Montag mit.
VDKD-Präsident Michael Russ sagte, so könne ,,eine Explosion
der Eintrittspreise vermieden werden". Der neue Tarif für Veranstaltungen
bis 2000 Besucher
beginnt den Angaben zufolge 2010 mit 3 Prozent, die an die Gema abgeführt
werden müssen, und steigert sich in Schritten von 0.5 Prozent bis
2014 auf 5 Prozent.
Beide Seiten wollen zudem in weiteren Verhandlungen klären, ob und
wie Sponsoring-Einnahmen künftig mit berücksichtigt werden sollen.
ddp
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und
am 24.12.2009
nebenstehender Leserbrief,
den
ich im Folgenden kommentieren möchte: |

Herr Lackerschmidt
schreibt von einseitiger und verzerrter Information meinerseits. Nun
wenn dem so wäre, könnten alle Kleinveranstalter aufatmen!
Wenn die GEMA und die Veranstalterverbände von "Kleinveranstaltungen
unter 2000 Besucher" sprechen, so geht es hierbei AUSSCHLIESSLICH
um Veranstaltungen im Eventbereich!
Die wie er schreibt, "unsägliche"
GEMA-Petition richtet sich, wie klar und unmißverständlich
dargelegt wurde, gegen die unverhältnismäßig hohen Gebühren
für Kleinveranstalter und die undurchsichtige Tantiemenverteilung
für den Großteil der GEMA-Mitglieder.
Herr Lackerschmidt
kann doch nicht im Ernst der Meinung sein, dass alle Kleinveranstalter
und die Vielzahl seiner Musikerkollegen ungefiltert und ohne eigene
Meinung eine Petition unterschreiben, die einzig ein Produkt meiner
Fantasie wäre. Umso unverständlicher seine Ausführungen,
da die GEMA bereits mehrfach betonte, dass diese Petition bei ihr "offene
Türen einrenne"!
Inhaltlich möchte
ich nicht weiter auf die haltlosen Ausführungen eingehen, bietet
doch diese Seite genügend Informationsmaterial zu diesem Thema.
Was ich jedoch noch anmerken möchte, es ist mir unbegreiflich,
dass Herr Lackerschmidt - ein von mir hochgeschätzter Musiker und
Komponist im Jazzbereich - die Probleme des Großteils seiner Kollegen
nicht sehen will. Gerade der Jazzbereich ist auf die kleinen Bühnen
und Clubs angewiesen
und auch seine Kompositionen werden da gespielt!!!
Abschließend möchte ich
noch feststellen, dass es sich noch herausstellen wird, ob diese, von
nunmehr über 110.000 Menschen unterzeichnete Petition erfolglos
bleibt. Ich bin vielmehr der Überzeugung, dass solche Diskussionen
zur Meinungsbildung beitragen und das Thema wieder neu beleben!
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