Kleinstveranstalter
von Jazzkonzerten |
Von der Künstlerseite her
ist es sehr bedauerlich das von über 5000,- Euro nur unter 100,-Euro
ankommen.
Ich gäbe lieber dem Künstler direkt das Geld. Das ist ein Problem,
welches aber die Mitglieder lösen müssen.
Dabei muss, wenn wir das unterstützen, z.B. mit unserer
Veranstalternummer oder andern Dingen für uns eine Verbilligung
rausspringen. Bei uns wäre statt einer Veranstalternummer eine Nummer
für den Veranstaltungsort und eine für Künstler und Repertoire
besser.
Eine Erfassungsmaske im Web mit automatischer Vervollständigung und
Suche und Zuordnung würde vieles erleichtern. Natürlich erfordert
das
einen herheblich grösseren EDV AUfwand im Hause der Gema.
Für mich als Veranstalter fallen folgende Dinge auf:
Ich möchte auf diesem Wege reagieren !
Wir sind Kleinstveranstalter !
1.)
Ich möchte anregen das man eine Veranstaltung mit
Nicht-Gema-Repertoir
auch nicht anmelden muss.
Bislang musste man das und dann mit einer Liste nachweisen das es keine
Gema-Repertoire ist.
Sonst (auch vor Gericht) muss auch derjenige der eine Forderung hat sie
begründen und nicht der jenige der sie schuldet.
2.)
Melde ich alle meine Veranstaltungen an und bezahle pünktlich.
Die Gema verlangt jedoch die Bezahlung nach Anmeldung und nicht zum
Konzerttermin.
3.)
Werden wir manchesmal gesponsert.
Obwohl wir bezahlt habe erhalten unsere Sponsoren und/oder der Hausherr
des Konzertraumes zusätzliche Rechnungen und Zahlungsaufforderungen
z.T.
mit Versäumniszuschlägen.
4.)
Ich versende einen Newsletter mit
Veranstaltungskalender
und habe die
Gema in den Verteiler aufgenommen, damit ich die Meldungen nicht
vergesse und mich notfalls auf den Newsletter berufen kann.
In dem Newsletter wird aber auch auf
Konzerte anderer Veranstalter
hingewiesen, die Ihrerseits die Veranstaltung ordnungsgemäss anmelden.
Die Gema nimmt dies zum Anlass mich um Anmeldung und weitere
Daten zu
den anderen Veranstaltungen zu befragen.
ERGEBNIS:
Die Gema ist schlechtestens organisiert.
Mit EDV wäre es ein leichtes alles besser zu koordinieren.
So kann es nicht weitergehen es gibt kein Grund für ein Monopol der
GEMA.
Die Verteilung der Gelder darf nicht so undurchsichtigsein und die Gema
sollte sich nicht in erster Linie selbst bereichern.
Das muss im Sinne der Künstler strenger überwacht werden.
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Auch
Großveranstalter
machen so ihre
Erfahrungen! |
Als Großveranstalter aus dem Ruhrgebiet haben wir seit Jahren regelmäßig
und fast ununterbrochen Ärger mit der GEMA.
Dies nicht etwa weil wir unseren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen,
sondern (das glauben wir) weil wir uns nachhaltig und mit Erfolg gegen
ungerechtfertigte Bereicherung seitens der GEMA wehren.
Besuchen Sie hierzu die Seite:
www.freunde-der-gema.de

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Musiker/Texter/
Veranstalter
berichtet:
Für "Kundenaquise"
bezahlt die GEMA
Provision |
Dass die GEMA nicht von sich
aus über die "günstigsten Tarife" informiert hat einen
einfachen Grund:
Seit Jahren hat die GEMA den Bereich "Kundenaquise" faktisch
privatisiert, d.h. überall im Lande sitzen private Herrschaften,
die nichts weiter tun, als Veranstalter ausfindig zu machen, die noch
nichts berappen. Bezahlt werden diese Leute, ähnlich wie Versicherungsvertreter,
auf Provisionsbasis, d.h. sie haben, genau wie die Versicherungskollegen,
gar kein Interesse daran, uns den jeweils günstigsten Tarif herauszusuchen,
weil das eine kleinere Provision bedeutet.
Was die Abrechnungsmodalitäten betrifft, steige ich da allerdings
auch nicht durch. Ich bekomme relativ viele Tantiemen von einem Kabarettensemble
welches einige meiner Songs im festen Haus ca. 250 mal im Jahr spielt.
Von einem Kabarettisten, der quer durch die Lande tingelt und auch eriniges
von mir spielt dagegen in der Regel nur Kleckerbeträge. Und was die
eigenen Auftritte mit ausschließlich eigenem Material betrifft (sporadisch),
sieht es ganz finster aus.
Übrigens treffe ich immer wieder auf Veranstalter, die auf meine
Frage nach GEMA sich als "Nichtzahler" outen und das als eine
Art selbstverständliches (Notwehr)Recht für sich in Anspruch
nehmen.... Falls Ihr auch solch kennen solltet, empfehlt diesen doch bitte,
das zu ändern. GEMA ist teuer- keine Frage, aber richtig teuer wird
es, wenn die GEMA, oder einer von den Inkassohanseln so einen Veranstalter
aufspührt. Das geht dann schnell mal an die Existenz, weil rückwirkend
geschätzt und gezahlt wird. Ähnliches gilt auch für die
Künstlersozialkasse!
Dass die Auseinandersetzung über und mit der GEMA langwierig ist
- wem sagen Sie das! So ist es mir seit nunmehr gut 30 Jahren unmöglich
nachzuvollziehen, warum ich für welche Leistung wieviel Geld bekomme
und warum manche Konzertmeldungen offenbar ziemlich regelmäßig
gar nicht- andere dafür überraschend großzügig "bepunktet"
werden. Durch einen Kollegen erfuhr ich z.B. von der Methode der "Netto
Einzelverrechnung" die, zumindest im Fall von Kabarett-Chansons für
mich tatsächlich etwas gebracht haben- aber von der GEMA wird ein
kleiner Fisch wie ich darüber nicht informiert. Doch warum nachweislich
gemeldete Konzerte von mir oder von Kollegen, die bei uns aufgetreten
sind, oftmals gar nicht oder, mit, im Vergleich zu den gezahlten Gebühren,
lächerlichen Beträgen abgegolten werden? Ich weiß es nicht
und auch der seit Jahren ausgestellte "Einzelnachweis" bringt
mich da nicht weiter.
Und wenn Sie dann noch die geradezu grotesk unterschiedliche Bewertung
von E und U Musik bedenken.... Allein was die Höhrerzahlen und den
Marktanteil der jeweiligen Sparten betrifft, wäre es längst
an der Zeit, dort die Maßstäbe etwas gerade zu rücken.

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Auch die Künstlersozialkasse
ist ein Kosten-explosionsfaktor
SKS
-
Künstlersozialkasse
www.kskforum.de
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Viele Veranstalter schrecken zwischenzeitlich davor zurück Künstler
mit gemapflichtigem Programm in den Veranstaltungskalender aufzunehmen.
Es sei denn die Künstler sind Garanten für volle Häuser.
(d.h. oft genug kommen nur noch Lokalmatadoren zum Zug) Oder aber die Veranstalter
wiegeln die Verantwortung an die Künstler ab indem sie sie selbst zum
Veranstalter machen, bzw. die prozentuale Beteiligung der Künstler
am Gesamtkartenverkauf zunehmend kürzen.
Auch die Künstlersozialkasse ist ein Kostenexplosionsfaktor.
Als Autor/Künstler bei der GEMA alles richtig zu machen ist nahezu
unmöglich, da man die unterschiedlichsten Auskünfte bekommt
von den jeweiligen Sachbearbeitern. Eigenkompositionen werden schon wegen
der Regelung der 5-Tonfolge schwierig. Das heißt wenn 5 aufeinander
folgende Töne bereits in Liedern verwendet wurden, gilt die Eigenkomposition
als tantiemenpflichtig (wohin und an wen die Tantiemen gehen erfährt
der Autor nicht).
Bei gemafreien (da eigenkomponierten) Liedern haben wir schon erlebt,
daß der Veranstalter nach der Veranstaltung eine Rechnung erhielt
mit der Begründung, die Lieder hätten Ähnlichkeit mit bekannten
Liedern. Ein erheblicher Schriftwechsel war vonnöten um die Rechnungsstellung
der GEMA rückgängig zu machen.
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Fragwürdige
Unterscheidung
zwischen
E- & U-Musik
GEMA-Mitgliedern
wird
Entscheidungs-
freiheit entzogen
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...meines Erachtens sollten
der Petition gleich noch zwei Punkte angehängt werden:
- Die Hinterfragung des Unterschiedes zwischen sogenannter E- und U-Musik
- wobei sich dieses Thema mit einer Überprüfung der Abrechnungsmodi
erledigen d. Wrüfte. Wenn Musiker durch das PRO-Verfahren nicht mehr
länger um ihre Tantiemen betrogen werden, wird es immer mehr ordentliche
Mitglieder geben, die dann irgendwann eine Mehrheit in der Hauptversammlung
bilden und in einer der nächsten Hauptversammlungen die Pfründe
von Herrn Dr. Kreile und seinem ehemaligen Zigarrenabbeißern Bruhn,
Sikorski, Heker, Becker, Hilpert und wie sie alle heißen wieder
ihren rechtmäßigen Leistungsträgern zuführt.
- Die Hinterfragung der Rechtmäßigkeit, das ich als Künstler
im Rahmenvertrag der GEMA nicht die Möglichkeit habe, zu entscheiden,
welche Werke ich anmelde und welche nicht - d.h. als Mitglied der GEMA
ist es derzeit untersagt, gemafreie Musik zu veröffentlichen, was
der Praxis eines Musikeralltags im 21. Jahrhundert völlig widerspricht.

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Befürchtung:
Kleinveranstalter
sterben! |
Zu meinem allerersten Soloprogramm
1997 (Kurt-Weill-Abend…E-Musik!) verpflichtete mich der Veranstalter
(Kleinkunstbühne in Berlin) die Veranstalterrolle – was die
„GEMA-Angelegenheit“ betrifft – zu übernehmen,
sonstens 70/30 wie üblich.
Naiv und an Gerechtigkeit glaubend(natürlich sollen Kurt Weills Erben
ihren angemessenen Anteil meiner Einnahmen erhalten!), willigte ich ein.
Berechnet wurden von der GEMA weit über 400 DM,
meine Einnahmen des Abends lagen unter 100 DM.
Mir war sofort klar, dass ich nirgends mehr singen würde (und könnte),
wo ich für die GEMA-Gebühren verantwortlich sein sollte.
Heute sehe ich die kleinen Veranstaltungsorte Berlins sterben.

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Letzte
"Offene Bühne"
in München
Muß sie Schließen?
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Unsere (wirklich sehr) Offene
Bühne wird (bei freiem Eintritt – alles andere wäre angesichts
des Niveaus eines Teiles der Darbietungen meist in der Praxis auch nicht
zu vertreten) primär von angehenden und Hobby-Künstlern zum
Sammeln erster Bühnenerfahrung bzw. von Semi-Profis und Profis als
Probierbühne genutzt,da kommerzielle Veranstalter ja aufgrund wirtschaftlicher
Sachzwänge auf bereits bewährte Darbietungen setzen müssen.
Der Saal, der sonst nur gegen Miete genutzt werden kann, wird uns seitens
einer auch städtisch geförderten Einrichtung kostenlos zur Verfügung
gestellt. Auch wird seitens dieses Vereins eine (allerdings ständig
defizitäre) notdürftige Bewirtung mit Getränken geboten.
Alle Beteiligten zahlen für ihr Engagement also ohnehin schon permanent
drauf, um diese weit und breit allerletzte nichtkommerzielle Auftrittsgelegenheit
in unserer Millionenstadt zu erhalten.
Trotz wiederholter Anfrage
ist die GEMA nicht bereit auf Gebühren zu verzichten und stellt uns
vor die Wahl, eine im hiesigen städtischen Kulturleben einzigartige
Institution mangels Finanzierbarkeit abzuschaffen, oder uns in der Illegalität
eventuellen ruinösen Nachforderungen auszusetzen.
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Dringender
Appell |
Das Problem mit der Gema und
den kleinen Veranstaltern ist so alt und gravierend, das es mich wundert,
das hier nicht schon lange alle Bühnen und Künstler Sturm dagegen
laufen. Schließlich wird damit eine Menge Nachwuchsarbeit und Förderung
erschwert oder kaputt gemacht. Die Gema ist im Kern sicher eine sinnvolle
Institution, aber völlig aus dem Ruder gelaufen, hier muss dringend
gehandelt werden !

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