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Etwas
zur Erheiterung -
doch das Lachen könnte im Halse stecken bleiben!
Die Not mit den Noten Ein Rekordversuch mit Folgen |
Olli
Bär muß sich nach Rekordversuch im Dauergitarresolospielen
vor der GEMA rechtfertigen |
Neues aus Deutschlands
Norden: |
Die
GEMA ist schockgefroren! Bitte klicken Sie hier |
Die
GEMA und ich...
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Es begann, als mich 1993 im Februar ein Herr anrief, und fragte, ob ich
im Mai als Jodlerin auch in Frankreich auftreten würde. Da ich bis
dato bereits in Tokio, am persischen Golf und in Brasilien gejodelt hatte,
war ich auch gerne bereit, dies in Frankreich zu tun. Allerdings meinte
der nette Herr, ich sollte dann aber schon CDs dabei haben, denn der Verkauf
an der Bühne sei immer lukrativ. Als ich 2001 begann, ein eigenes Programm auf die Beine zu stellen, in
welchem ich als Liedermacherin auftrat, saß die GEMA mir plötzlich
im Genick. Jetzt, nachdem ich all diese wunderbaren Informationen erhalten habe,
geht es mir schon besser. Ich habe jetzt eine Perspektive: ab 1. Januar
2011 (!!!) darf ich meine eigenen Titel singen, ohne GEMA zahlen zu müssen. Viele Grüße
aus Wolfratshausen, |
GEMA
- Artikel von Jörn Pfennig Leidiges
Thema GEMA:
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Liebe Monika, liebe Nina!
Ich finde es wunderbar, was ihr da unternommen habt! - Ich selber habe mich in den vergangenen drei Jahren ziemlich heftig im GEMA-Sumpf bewegt, habe Artikel geschrieben und mich auf Mitgliederversammlungen begeben, habe mich gar zum Delegierten wählen lassen, um als so genanntes außerordentliches Mitglied den weitverbreiteten Unmut an der Basis in die sogenannte Hauptversammlung der so genannten ordentlichen Mitglieder zu tragen. Es ist mir zwar einerseits sogar gelungen, einige Unruhe in die oberen GEMA-Etagen zu tragen (z.B. was die Offenlegung der Vorstandsgehälter angeht); ich habe auch viel Zustimmung von Betroffenen erfahren; meine Artikel, obwohl zunächst nur fürs 'Zentralorgan' unserer Münchner Jazzmusiker Initiative "JIMpaper" verfasst, haben Zugang gefunden ins Rock & Pop-"Musiker Magazin" und ins Mitteilungsblatt des oberbayerischen Volksmusikarchivs; es sind also durchaus Stil- und Interessensgruppen übergreifende Sympathien und Kontakte entstanden, aber letztlich blieb es doch sowas wie 'Einzelkämpfertum' nach dem - auch aus anderem Bürgerverhalten bekannten - Motto: gut, dass es mal einer gesagt hat! Ich habe mich - nicht einfach aus Resignation oder Frust, sondern weil es ja schließlich auch noch anderes zu tun gibt - unterdessen wieder von der vorderen Front zurückgezogen und freue mich deshalb ganz besonders, dass ihr nun Gas gebt - und das eben auch in Richtung Petitionsausschuss! Für die 'politische Arbeit' könnte mein 8 Punkte-Thesenpapier zur "Drei-Klassen-Gesellschaft der GEMA"(s.Anhang) ganz hilfreich sein, zumal es nicht nur grundsätzliche, sondern auch grundrechtliche Bedenken artikuliert. Es hat damals in besagten oberen Etagen zu bemerkenswerten Reaktionen geführt, was man ja so deuten kann, dass ich damit nicht ganz daneben lag. (Näheres dazu im Artikel "Soviel GEMA war noch nie!"). Erschreckt also bitte nicht vor der Flut der angehängten Artikel. Sie sind durchaus auch als unterhaltsam gedacht und werden euch in Vielem bestätigen, was euch an der GEMA so auf die Nerven geht. Also wenn ihr in den jetzt möglicherweise auf euch zukommenden Turbulenzen mal Zeit findet, schaut ruhig rein! Selbstverständlich werde ich eure 'Kampfschrift' nach Kräften verbreiten (mich selbst hat sie bereits zweimal erreicht, es funktioniert also!), und zwar vor allem wegen der von euch dankenswerterweise vorbereiteten konkreten Mitwirkungsmöglichkeit per Petitionsformular. Ich habe mir in meiner 'aktiven Zeit' eine Adrema von ebenfalls GEMA-frustrierten Kolleginnen und Kollegen, aber auch Verlegern angelegt, die diese Möglichkeit sicher gerne nutzen werden. Mein Formular geht umgehend per Post nach Sonthofen, bleibt also - nicht böse sein, liebe Nina! - zunächst in Bayern, bevor es dann heftig mit einschlagen darf in Berlin! Herzliche Grüße! PS.: Ich habe mich heute - erstmals in meinem Leben! - per Website-Emailformular
an eine MdB gewendet, eben jene Martina Krogmann, der ich meine Thesen
und Hintergrundinformationen zur "Drei-Klassen-Gesellschaft der GEMA"
angeboten habe, falls es sie interessiert ...
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| Ein Juhuu, und Danke, | Ein Juhuu, und Danke,
endlich wird Mut gefasst, und ein kleiner Aufstand von unten erprobt.
Wir hatten während der Europameisterschaft zwei Konzerte an einem
Wochenende geplant, bei dem es ausnahmsweise nicht nur um die GEMA- Gebühren
für das Konzert, sondern um die GEMA- Gebühren, die zu entrichten
waren, wenn man das Fussballspiel im Vorfeld auf Leinwand überträgt
ging. Die Aussage, dass die Zahlungen an die Komponisten und Urheber nach irgendeinem
System, welches natürlich " streng geheim" ist , und höchstwahrscheinlich
auf der Mondrückseite vergraben liegt, habe ich dann aber immerhin
auch bekommen: Wenn auch eher mit der Aussage : FAZIT:
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Johannes
Kreidler, ein junger Komponist aus Berlin, will mit einer
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www.heise.de/ Peter Mühlbauer 22.08.2008 Technisch umgesetzt wurde das Stück, das Kreidler auf seiner [extern] Website als Stream zur Verfügung stellt, mit [extern] Pure Data (PD), einer Programmiersprache für Audio, mit deren Hilfe auch die Einzelnachweise automatisch generiert wurden. Angeliefert werden diese mit einem Lastwagen und mehreren Trägern. Dabei hofft Kreidler auch auf die Hilfe des Publikums, das er einlädt, sich auf diese Weise an der Aktion zu beteiligen. Mit "Product Placements" will Kreidler ein Problem, das nicht nur Komponisten betrifft, auf einer visuellen Ebene verdeutlichen: Wer heute Musik, Literatur oder Film schafft, der muss fast zwangsläufig zitieren. Das Urheberrecht hat sich dieser Entwicklung jedoch nur negativ angepasst, indem etwa die früher bedeutende Schöpfungshöhe als Kriterium weitgehend abgeschafft wurde, so dass heute – wie Kreidler durch den Vortrag einer Juristin in einen [extern] Video zu seiner Aktion erklären lässt – jeder noch so winzige Bestandteil eines Werks potentiell eine Rechtsverletzung ist. Obwohl dieser Anspruch in der Praxis häufig ignoriert wird, schafft er nicht nur Risiken, sondern behindert auch die Schöpfungsmöglichkeiten. Durch ein Stück mit 70.200 Zitate und einen Lastwagen voller Formulare, so Kreidlers [extern] Idee, wird das vielleicht auch Menschen klar, die darin bisher kein Problem sahen. Um es Urheberrechtsjuristen, die sich nun einfach darauf berufen könnten, dass die für eine Anerkennung der Schöpfungshöhe notwendige Eigentümlichkeit bei sehr kurzen Samples doch nicht gegeben sein könnte, nicht zu leicht zu machen, hat er auch einige längere Zitate eingebaut, die nicht nur eine ästhetische Rolle spielen, sondern auch einer allzu bequemen Ablehnung vorbeugen sollen. Eine zentrale Forderung Kreidlers lautet, dass Kreativität legal sein muss – eine Voraussetzung, die, so selbstverständlich sie auch klingen mag, derzeit nicht gegeben ist. Der [extern] Tausch, wie er heute im Internet stattfindet, ist Kreidlers Ansicht nach nicht etwas, dass eingedämmt werden könnte oder müsste, sondern im Gegenteil etwas, dass selbst Bestandteil einer "fortschrittlichen Ästhetik" ist und in der Neuen Musik durch Komponisten wie [extern] Michael Iber antizipiert wurde. Möglichkeiten der Honorierung des Musikschreibens sieht er unter anderem durch die Kulturflatrate und eine stärkere Gewichtung der tatsächlich in Musik gesteckten Arbeitszeit bei den Ausschüttungen. Vor zehn Jahren zeigten die Rechtswissenschaftler Michael Heller und Rebecca Sue Eisenberg in einem Science-Artikel wie "Geistige Eigentumsrechte" sowohl Innovation als auch Produktion potentiell immer stärker bremsen, weil immer mehr Bürokratie und immer höhere Transaktionskosten für die Einholung und Verhandlung von Rechten entstehen.[1] Kritik am immer stärkeren Ausbau dieses Systems kam seitdem überwiegend von Juristen und Wirtschaftswissenschaftlern – und sie wurde von den Verwertungsgesellschaften weitgehend ignorierten. Mit Johannes Kreidler meldet sich nun zum ersten Mal jemand zu Wort, der nach Gema-Maßstäben ein Bilderbuchkomponist ist: Er studierte nicht nur am Institut für Neue Musik der Musikhochschule Freiburg und am Institut für Computermusik des Koninklijk Conservatorium Den Haag, sondern gewann auch mehrere Kompositionswettbewerbe, darunter den deutschen Hochschulwettbewerb im Fach Komposition. Seit 2006 lehrt er an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock und am Hochbegabtenzentrum der Musikhochschule Detmold. Zumindest unter den halbwegs jüngeren ausgebildeten Komponisten, also jener Elite, als deren Lobby sich gerne Gema darstellt, stößt Kreidler mit seinem Anliegen auf alles andere als kategorische Ablehnung: [extern] Moritz Eggert, Komponist der Oper "Die Schnecke", lobte im Forum [extern] Szene Neue Musik nicht nur das Stück selbst als "musikalisch interessant", sondern bekundete auch Verständnis für Kreidlers Ziele. "Da", so Eggert, "das Durchschnittsalter bei GEMA-Hauptversammlungen ca. 70 Jahre beträgt, wird es [allerdings] noch ein Weilchen dauern, bis der Großteil der Kollegen diese Probleme auch nur im Ansatz begreift, nur ist es dann natürlich schon zu spät." Für die Zeit nach der Product-Placement-Aktion plant Kreidler unter anderem mit einer Idee, die möglicherweise noch interessantere Ergebnisse zeitigen könnte: Der Film [extern] Die Firma, in dem ein Paar abgehört wird und deshalb quasi als "Firewall" bei Gesprächen Musik laufen lässt, brachte ihn auf eine Problematik mit Konjunktur und vielen ungeklärten Fragen - wie etwa die, ob Dienste wie BKA und Verfassungsschutz für die bei Abhöraktionen gespielte Musik Abgaben zahlen müssen. Hinzu kam die Erkenntnis, dass eine Überwachung eigentlich eine Situation totalen Interesses für eine Person ist, die sich dadurch theoretisch für die Vermittlung eines ausgesprochen intensiven Kontakts mit Avantgarde-Musik nutzen ließe. Eine Idee, die bereits [local] Joachim Lottmann scherzhaft anriss, als er behauptete, dass die Sicherheitsbehörden Ende der 1970er im Zuge einer blinden Spur in der RAF-Fahndung täglich mehrstündige Telefongespräche zwischen ihm und Diedrich Diederichsen anhören und auswerten hätten müssen. www.gulli.com/news/ Urheberrecht Musiker will Song mit 70.200 Samples bei der GEMA anmelden Die GEMA verlangt: Jedes Sample, das ein Komponist in seinen Stücken verwendet, muss einzeln bei der Verwertungsgesellschaft angemeldet werden. Auf Papier. Und schon der Anmeldebogen weist darauf hin: Selbst kleinste Klangfetzen können als fremdes geistiges Eigentum gelten, solange sie die nötige Schöpfungshöhe erreichen. Johannes Kreidler, Komponist von avantgardistischer "Neuer Musik", hat ein 33 Sekunden langes Stück verfasst. Die Besonderheit: Es umfasst 70.200 Zitate aus anderen Songs. Auf die Frage, wie es zu dieser Zahl kommt, antwortet Kreidler: "Durch Bescheidenheit. Ich habe stark untertrieben, theoretisch kann man am Computer pro Sekunde schon 44100 Zitate abspielen." Dabei will der Künstler die GEMA "gar nicht quälen" - Kreidler geht es darum, die heutigen Möglichkeiten zu visualisieren und wahrnehmbar zu machen. Er habe grundsätzlich nichts gegen die GEMA - aber sie müsse sich dem digitalen Zeitalter anpassen. Wichtig ist ihm aber auch die künstlerische Seite seines Projektes: Er will die Probleme einer Gesellschaft, die mit dem strengen Urheberrecht leben muss, "ästhetisieren" - und dagegen protestieren. "Product Placement" nennt der Künstler seine "musikalisch-theatrale" Kunstaktion: Am 12. September 08 will Johannes Kreidler um 11 Uhr morgens seine 70.200 Formulare bei der GEMA-Generaldirektion einreichen - eine ganze Lastwagenladung voll. Das kann die GEMA nicht alles verarbeiten? "Muss sie aber (theoretisch), denn so ein Stück ist technologisch machbar, und ich möchte mit der 'Materialisierung' der Urheberrechtsfrage im digitalen Zeitalter eigentlich eine Lösung erzwingen. Die haben dann ja ein handfestes Problem, diese Formularberge die sie abarbeiten müssen", sagt Kreidler, der als Komponist eines wenig bekannten Genres kaum Geld mit seiner Musik verdient. Um Selbstmarketing gehe es ihm aber nicht. Großes Vertrauen in den Erfolg seiner Aktion hat er trotzdem nicht: "Die anarchistischen Zeiten sind ja jetzt zu Ende, ich meine die Zeit des freiern Verkehrs im Internet. Die, die jetzt abgemahnt werden sind die Aids-Toten des Informationszeitalters. Ich war bislang im Glauben, dass die Technologie am längeren Hebel sitzt, aber jetzt fürchte ich doch ernstlich, dass die Software-Riesen, denen der Staat zuarbeitet, das Oberwasser gewinnen wird, und das geht jetzt aber nur mit ziemlicher Brutalität seitens des Staats." Das die GEMA tatsächlich auf Kreidlers Aktion reagieren oder auch nur die Formulare abarbeiten wird, erscheint allerdings unwahrscheinlich. "Irgendeinen Grund werden sie finden", formuliert sein Kollege Moritz Eggert in einer Diskussion - die GEMA sei "weit davon entfernt, Lösungen für diese Probleme zu erarbeiten." Stattdessen wird man dort wohl versuchen, Kreidler's Antragslawine zu entgehen. Was ja allein nicht allzu schlimm wäre - würde endlich eine den technischen Gegebenheiten angemessene Lösung wie die von Kreidler vorgeschlagene Kulturflatrate geschaffen. (Simon Columbus) (via Nerdcore, thx!) |
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