| Der Widerstand wächst |
Bundesverband
der Veranstaltungswirtschaft e.V. &
Verband der Deutschen Konzert direktionen e.V. alarmieren
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Rechenexempel Beispiel
1 Beispiel
2 GEMA
3369,60 € = 0,015 %
Berechnung
bei Kleinveranstaltern Beispiel 1 GEMA
83,10 € = 8,3 % Beispiel 2 GEMA
83,10 € = 199,55 %
Zwei interessante Gedanken hierzu: Erhöhungen
in diesen Größen- Was die Kleinveranstalter
betrifft, so läßt sich ein nicht nachvollziehbares "Ungleichgewicht"
unschwer erkennen. Argumente, dass prozentuale Abgaben immr auf Kosten
der "Kleinen" geht, bekommt im Falle der GEMA
Wie recht Sie haben, Herr Michow
- die Leidtragenden sind insbesondere die große Zahl der Nachwuchskünstler,
für die es noch schwerer werden wird Auftrittsgelegenheiten zu finden,
zumal sie fast ausschließlich die kleinen Bühnen brauchen um
bekannt zu werden!
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Verbände der Konzertwirtschaft: Drastische
Erhöhung der GEMA-Konzerttarife bedroht deutsche Veranstaltungswirtschaft
• Steigerungsverlangen von nahezu 600 Prozent grenzt
an Wucher Hamburg / München 29. Januar 2009 – Der Bundesverband
der Veranstaltungswirtschaft e.V. (idkv) und der Verband der Deutschen
Konzertdirektionen e.V. (VDKD) sind alarmiert: „Das grenzt an Wucher!“, sagt Jens Michow, Präsident des idkv: „Bei dieser maßlosen Politik der GEMA drängt sich der Eindruck auf, dass die Veranstaltungsbranche für die weg gebrochenen Einnahmen aus dem Tonträgerverkauf herhalten soll.“ VDKD-Präsident Michael Russ erklärt: „Wir bedauern, dass es trotz dem Angebot der Verbände, der GEMA deutliche Erhöhungen zuzugestehen, zu keiner Einigung gekommen ist, weil die GEMA starr auf ihrer durch nichts begründeten Position - einer Anhebung aller Tarife auf einen einheitlichen Satz von 10 Prozent des Bruttoumsatzes - beharrt hat. Wir haben deshalb bereits unmittelbar nach Weihnachten ein Schiedsstellenverfahren gegen die GEMA eingeleitet, um sicherzustellen, dass auch künftig die bisherigen Tarife zur Anwendung gelangen.“ „Die derzeitige Erhöhung ist für uns umso unerträglicher, als die letzte Tariferhöhung erst 2005 erfolgte. Sie hat, wie auch den Presseveröffentlichungen der GEMA entnommen werden kann, nachweislich zu einer Erhöhung der Einnahmen der GEMA geführt“, berichtet Michow. Russ ergänzt: „Live-Konzerte sind ein wichtiger Teil der Kultur; viele Menschen genießen die Musik nationaler und internationaler Künstler gerne live und in Konzerthallen oder bei Open Airs. Die deutschen Konzertveranstalter haben es stets als ihre Aufgabe betrachtet, dem Publikum ein breit gefächertes Programm zu präsentieren. Dies wird jedoch nur möglich bleiben, sofern alle Beteiligten dafür Sorge tragen, dass die gesetzgeberischen Rahmenbedingungen stimmen. Das nunmehr einseitig geradezu aggressive Verhalten der GEMA führt zu einer massiven Gefährdung der Kalkulationsgrundlagen für Konzerte und gefährdet zahlreiche Arbeitsplätze in einer mittelständisch geprägten Branche. Die meisten Veranstalter kalkulieren schon jetzt mit knappsten Margen.“ Weder unter vergütungspolitischen noch unter urheberrechtlichen Gesichtspunkten sei die aktuelle Tariferhöhung gerechtfertigt. Hierbei seien die deutschen Veranstalter weit entfernt davon, den bedeutenden Anteil der Leistungen insbesondere der Komponisten und Texter am Erfolg eines Konzertes nicht würdigen beziehungsweise angemessen vergüten zu wollen, bestärken die Verbandsvertreter. Das Ausmaß des Erhöhungsverlangens lässt
sich an folgenden Beispielen veranschaulichen: Während zur Zeit die
Autorenvergütung bei einem Rock-Konzert mit 1.200 Besuchern und einem
Eintrittspreis von 23 Euro bei rund 600 Euro liegt, ist es Ziel der GEMA,
die Vergütung sukzessive bis zum Jahr 2014 auf 2.580 Euro zu erhöhen.
“Werbe- und Sponsoringeinnahmen sind heutzutage unverzichtbare Sondereinnahmen im Veranstaltungsgeschäft, um den Kostendruck zu mindern und den Eintrittspreis weitgehend moderat zu halten.“ Es sei nicht vermittelbar, wieso die bisherigen Tarife
plötzlich derart unangemessen sein sollten, dass – berücksichtigt
man zusätzlich die Erweiterung der Vergütungsgrundlage - eine
Erhöhung um nahezu 600 Prozent geboten sei. „Es ist zwar zutreffend,
dass der Live-Bereich als einziger Bereich der Musikwirtschaft noch Zuwachsraten
erzielt“, berichtet Russ. „Man darf dabei aber nicht übersehen,
dass neben den stets erheblichen Veranstaltungskosten der Hauptanteil
der Veranstaltungseinnahmen nicht bei den Veranstaltern verbleibt. Die Veranstalterverbände befürchten, dass die
realitätsfremde Tariferhöhung der GEMA vor allem auch erhebliche
Nachteile für den Künstlernachwuchs zur Folge haben werde. Ohnehin
führe bereits seit 1998 das komplizierte GEMA-Abrechnungssystem PRO’
zu großer Verärgerung insbesondere bei weniger bekannten Musikern,
die vorwiegend ihr eigenes Material spielten. Die Verbände haben gemeinsam bereits vor Ankündigung des neuen Tarifs bei der in erster Instanz für Auseinandersetzungen zwischen der GEMA und ihren Vertragspartnern zuständigen Schiedsstelle beim Deutschen Patent- und Markenamt einen Antrag auf Erlass eines Einigungsvorschlags zur Fortsetzung der seitens der GEMA gekündigten Gesamtverträge mit den beiden Verbänden gestellt. „Nachdem die GEMA nunmehr den neuen Tarif festgesetzt hat, werden weitere gerichtliche Schritte unerlässlich sein“, kündigt Prof. Dr. Johannes Kreile, Justitiar des VDKD an. Geradezu zynisch mute es an, dass die GEMA die Durchsetzung derart extremer Forderungen in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise für geboten hält, in der eigentlich vor allem Augenmaß und Zurückhaltung bei Kostensteigerungen gefordert wären, so Michow abschließend. Die GEMA verwaltet als staatlich anerkannte Treuhänderin
die Rechte von über 60.000 Mitgliedern und über einer Million
ausländischen Berechtigten. Es ist ihre Aufgabe, dafür Sorge
zu tragen, dass ihren Mitgliedern für jede Nutzung ihres Repertoires
eine angemessene Vergütung gezahlt wird, diese einzufordern und an
die Berechtigten weiterzuleiten. In den beiden Berufsverbänden der deutschen Live-Entertainment-Branche sind insgesamt rund 500 Agenturen, Tournee- und Konzertveranstalter zusammengeschlossen, die im Jahre 2007 mit dem Verkauf von über 50 Millionen Eintrittskarten einen Umsatz von rund 3,8 Milliarden Euro erwirtschaftet haben.
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