| Barbara Clear geht vor's Gericht |
Barbara Clear News: Pressebericht Clear/ Gema
| Nach zwei Jahren
Hin und Her treffen sich am 2. April die Gema und die Clear vor dem Landgericht
1 in München, dies beginnend um 10.15 Uhr, es geht zwar um Geld, aber
in erster Linie geht es um die Offenlegung der Geschäftspratiken der
Gema. Die Gema-Anwälte beantragten, meine Klage als unzulässig
abzuweisen, aber sie hatten Pech: Die Gema muß in den Prozess. Und
das wird ein ganz heißer Tanz. Die Gema, nichts weiter als ein Verein,
allerdings mächtig und selbstherrlich geworden, weil beauftragt und
legitimiert durch die Politik, wird offenlegen müssen, wie ihre Geschäftspratiken
tatsächlich funktionieren. Dagegen wird sie sich sicher mit aller Macht
wehren, selbst die EU-Kommission hat sie abblitzen lassen. Und wenn man
weiß, wie das Gebilde Gema funktioniert, kann man die Gema nur zu
gut verstehen, daß sie nichts preisgeben will. Unter anderem schaffen
über 50.000 einfache Gema-Mitglieder und noch mehr "Musiknutzer"
wie Veranstalter, Stadtverwaltungen, Restaurants, Hotels, Messen etc. die
Kohle ran (immerhin über 700 Millionen Euro im Jahr), über die
sich dann rund 3000 wie und warum auch immer besser gestellte Gema-Mitglieder
incl. Vorstand und Aufsichtsrat freuen und hermachen dürfen.
Und der Tanz hat schon begonnen. Die Medien steigen mehr und mehr auf
das Thema ein. Heute hat die "Südwestpresse", mit 320.000
verkauftenExemplaren täglich eine der größten Tageszeitungen
in Deutschland, mit ihrer Gesamtausgabe (incl. 17 weiteren Tageszeitungen)
das Thema bereits aufgegriffen - und das sehr deutlich. Hier ist der Link
direkt zum Artikel "Der
Widerstand wächst" bei der 'Heidenheimer Zeitung', die auch
zur Südwestpresse gehört: Der Artikel ist auch deswegen interessant, weil mit Monika Bestle, die eine Kleinkunstbühne in Sonthofen betreibt, das Abkassieren der Gema von einer anderen Seite aufrollt wird. Es ist schlichtweg brutal, wie Kleinkunstbühnen, die als Veranstalter für unzählige Musiker die einzige Chance und Plattform darstellen, abkassiert werden - keinstenfalls im Sinne und zum Wohl der dort auftretenden Musiker, die von diesen an die Gema bezahlten Gebühren eh kaum was erhalten, sondern eher im Gema-Sinne prächtig zu Lasten der Kleinkunstbühnen funktioniert: zigzehntausend mal 100 oder 200 Euro Gema-Gebühren pro Veranstaltung machen auch ein paar Millionen, die sich im Gema-Pool ansammeln, um entsprechend den selbstbestimmten Richtlinien und Gepflogenheiten verteilt zu werden. Und das, was Monika Bestle fiktiv auf alle Kleinkunstbühnen hochrechnet, kann ich aufgrund meiner autonomen Stellung mit Fakten belegen: Als Veranstalterin meiner Konzerte und Produzentin meiner CDs zahle ich an die Gema, als Musikerin auf der Bühne mit mehr als nun 70% eigenen Songs, als Komponistin und Texterin erhalte ich von der Gema "Vergütungen". Das Verhältnis? Im Falle Clear: Zahle das Achtfache von dem Einfachem was Du erhälst! Und die Differenz? Wohin die Kohle geht, das wird das Thema im Landgericht sein. Zu meinem Gerichtstermin werde ich alle Medien in Deutschland einladen, auch dieEU-Zentrale und ein paar politische Stellen werde ich informieren. Selbst, wenn die Gema den Prozess gewinnt (die Gema ist nicht leicht zu knacken, die ist schon auch clever, das sieht man schon an diesem perfekten System, das viele abkassiert zugunsten weniger, und beschäftigt zudem Heere von Rechtsanwälten), wird zumindest in den Medien für Transparenz gesorgt - zuviele Menschen glauben, daß die Komponisten und Texter von der Gema ja (viel) Geld bekommen, wenn sie auf der Bühne stehen oder Songs schreiben. Und mit diesem Irrtum muß aufgräumt werden. Da sind wir wieder beim Zerplatzen von Lügen-Luftballons von dem ich im letzten Newsletter gesprochen habe. Wird Zeit, daß dieser Luftballon platzt. Und vieleicht komme ich mit meiner kleinen Nadel nah genug ran. Herzliche Grüsse |
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